Dolpo Region

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Das Dolpo liegt im Nordwesten Nepals nördlich des Dhaulagiri-Massivs und wird überwiegend von einer tibetisch sprechenden Bevölkerung bewohnt. Es ist der abgelegenste und zugleich flächenmäßig größte der 75 Distrikte Nepals. Die Buddhisten bilden mit ca. 13.000 Einwohnern den Hauptanteil der Bevölkerung.

Im „Inneren Dolpo“ (auch „Upper Dolpo“ genannt), das nur durch Überquerung von mehr als 5.000 Meter hohen Pässen zu erreichen ist, gibt es die höchsten bewohnten Täler der Erde. Nahezu 90 Prozent der Region liegen mehr als 3.500 Meter über dem Meeresspiegel. Hier leben etwa 5.000 bis 7.000 Menschen.

Damit ist das Upper Dolpo eines der am dünnsten besiedelten Gebiete Nepals.

 Die Bewohner des Dolpo leben von Ackerbau, Viehzucht und etwas Handel mit Tibet. Die Viehzüchter sind in der Regel Halbnomaden und halten sich während der Sommermonate meist bei ihren Herden auf den Hochweiden auf.

Über 90 Prozent der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze. Der Bildungsstand ist ausgesprochen niedrig, und die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei etwa 50 Jahren.

Aufgrund der harten landwirtschaftlichen Arbeit, die das Leben in den Hochtälern bestimmt, leiden die Menschen des Dolpo unter bestimmten Krankheiten und Beschwernissen, die teilweise auch auf mangelnde hygienische Verhältnisse zurückzuführen sind. Aufklärung und Erhöhung des Bildungsniveaus sind darum notwendig, um Krankheiten und Leiden zu verringern oder bestenfalls zu vermeiden.

Es fehlen Straßen, Krankenhäuser sowie Elektrizität, und es gibt keinerlei technische Gerätschaften, die die Feldarbeit erleichtern würden. Alle Familienangehörigen, auch die Kinder, müssen bei der zeitintensiven Arbeit mithelfen.

 Der nächste Flughafen liegt bis zu 5 Tagesmärsche entfernt. Waren müssen mit dem Flugzeug von Kathmandu nach Juphal in das südliche Dolpo transportiert werden. Von dort werden sie mit Mulis und Yaks bis ins Innere Dolpo gebracht. Dies dauert viele Tage und ist sehr kostenintensiv.

Während des extrem harten Winters ist die Bevölkerung oft für Monate von der Außenwelt abgeschnitten. Solche Umstände machen eine medizinische Versorgung fast unmöglich. Die Säuglingssterblichkeit liegt bei knapp 50 Prozent.

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